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Junge Frau sitzt nachdenklich am Fenster und hält den Kopf in den Händen, während sie unter Angst vor der Angst leidet

Angst vor der Angst – 2 der besten Selbsthilfe-Techniken einfach erklärt

Die Angst vor der Angst (auch Erwartungsangst oder Phobophobie genannt) entsteht, wenn Betroffene in ständiger Sorge leben, von einer Panikattacke heimgesucht zu werden. Mitunter kann diese Erwartungsangst noch belastender sein als die befürchtete Angstattacke selbst. Denn während die akute Panik meist nach wenigen Minuten abklingt, begleitet einen die Sorge vor der nächsten Attacke oft noch Stunden oder gar Tage. Doch das muss nicht so sein!

Als Psychiaterin mit langjähriger Berufserfahrung litt ich vor einigen Jahren selbst unter Panikattacken. Ich weiß also genau, was es bedeutet, wenn einen die Angst vor der Angst fest im Griff hat. Damals wurde mir zudem schmerzhaft bewusst, wie schnell man mit den Methoden, die standardmäßig in der Psychiatrie verwendet werden, an Grenzen stößt.

Das änderte sich erst, als ich die Bernhardt-Methode entdeckte, die im Institut für moderne Psychotherapie in Berlin entwickelt wurde. Innerhalb dieser Methode gab es zwei Selbsthilfe-Techniken, die für mich die entscheidende Wende brachten. Bevor ich Ihnen die beiden im Detail vorstelle, erlauben Sie mir jedoch ein paar Worte dazu, wie die Angst vor der Angst grundsätzlich entsteht.

Erst wenn Sie das wissen, können Sie verstehen, warum gerade diese beiden Techniken so überdurchschnittlich gut helfen. Und womöglich wird Ihnen dann auch klar, warum herkömmliche Therapiemethoden oft scheitern – und warum das auf keinen Fall Ihre Schuld ist.

Inhaltsverzeichnis

Wie entsteht die Angst vor der Angst?

Treten Panikattacken wiederholt ohne erkennbaren Grund auf, dauert es in der Regel nur wenige Wochen, bis auch die Angst vor Angst zum ständigen Begleiter wird. Die erhöhte Wachsamkeit (Hypervigilanz) und das Abscannen sämtlicher Körperregungen sind dabei eine Art Frühwarnsystem des Gehirns. Ziel ist es, besser auf weitere Panikattacken vorbereitet zu sein. Diese scheinbar hilfreiche Funktion wird jedoch schnell zur Belastung und sorgt dafür, dass man nicht weniger, sondern mehr Angst empfindet. Warum ist das so?

Ihr Gehirn ist ein wahrer Mustererkennungs-Experte. Nach mehreren Panikattacken sucht es nach Gemeinsamkeiten in diesen Situationen. Sobald es Muster erkennt, die mit Angst und Panik in Verbindung stehen, speichert es diese ab. Taucht ein Muster (Angst-Impuls) erneut auf, wird der Körper automatisch in den Flucht-oder-Kampf-Modus versetzt, um Sie zu schützen.

Bei der Erwartungsangst ist diese Mustererkennung jedoch aus dem Ruder gelaufen. Statt besser geschützt zu sein, werden Sie noch angstvoller. Deswegen ist es wichtig, die Muster, die das Gehirn erkannt und abgespeichert hat, auf neuronaler Ebene zu löschen. Und genau das gelingt mit der ersten der zwei Selbsthilfe-Techniken besonders gut.

Nahaufnahme einer Frau am Steuer, die angespannt und besorgt nach vorn blickt, typische Situation bei Angst vor der Angst beim Autofahren

Technik 1: Angst-Impulse erkennen und mit einem Trick auflösen

Während meines kompletten Medizinstudiums wurde uns nicht beigebracht, dass es wichtig ist, zu wissen, auf welchem Sinneskanal wir Ängste unterbewusst selbst auslösen. Und auch bei meiner klinischen Arbeit spielte es keine Rolle, ob Angstpatienten eher visuell, eher auditiv oder kinästhetisch veranlagt waren.

Erst als ich mich über einen Online-Videokurs tiefer mit der Bernhardt-Methode beschäftigte, wurde mir klar, wie wichtig diese Unterscheidung ist. Man muss die Vorgehensweise seiner Gegner kennen, um diese besiegen zu können.

So wie es keinen Sinn ergibt, mit Pferden zu einer Seeschlacht zu reiten, helfen auch auditive Therapiemethoden wie Gesprächstherapie wenig, wenn die Angst vorrangig visuell getriggert wird.

Die Rede ist von jenen kurzen Sequenzen, die oft nur für den Bruchteil einer Sekunde vor dem inneren Auge aufblitzen. Betroffene sehen sich dann z. B. so, wie sie …

  •  … im Auto eine Panikattacke bekommen und es ihretwegen zu einem gewaltigen Verkehrsstau kommt, der alle verärgert.
  • … in der Wohnung ohnmächtig werden, mir den Kopf an einer Tischkante aufschlagen und dann verbluten, weil niemand in der Nähe wäre, um mir zu helfen.
  • in Gesellschaft anderer eine Panikattacke bekommen und dann nicht schnell genug den Raum verlassen können, so dass jeder mitbekommt, was mit einem los ist.

Fragt man langjährige Angstpatienten, stellt sich oft heraus, dass nichts davon je passiert ist – und doch reichen diese kurzen, visuellen Impulse aus, um das Gehirn sofort in den Kampf-oder-Flucht-Modus zu versetzen.

Im Videokurs lernte ich dann in einer detaillierten Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sich solche visuellen Angst-Impulse mit der Zoom-Technik ganz einfach auflösen lassen.

Visualisierung eines Gehirns umgeben von Fotos als Symbol für Erinnerungen, Gedanken und die Zoom-Technik gegen Angst

Mit der Zoom-Technik visuell getriggerte Angst stoppen

Bei der Zoom-Technik geht es zunächst darum, innere Angstbilder klar als solche zu erkennen. Dann werden passende „Gegenbilder“ entwickelt, die bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um möglichst viele positive Emotionen auszulösen. Mit der Zoom-Technik ist es dann erstaunlich einfach, mit den Gegenbildern die ursprünglichen Angstbilder im Gehirn regelrecht zu überschreiben.

Bei mir führte die Anwendung der Zoom-Technik dazu, dass ich bereits nach vier Tagen aufkommende Panikattacken binnen weniger Sekunden stoppen konnte. Dieses Gefühl, endlich wieder die Kontrolle über meinen Kopf zu haben, war unbeschreiblich und reduzierte auch meine Erwartungsangst sofort deutlich.

Wie genau Ihre persönlichen Gegenbilder aussehen könnten, um ähnlich schnelle Erfolge zu erzielen, kann ich Ihnen pauschal nicht sagen. Dafür gibt es einfach zu viele Variablen, die nur Sie kennen. Im Online-Videokurs gibt es jedoch eine wirklich einfache Anleitung, wie man seine perfekten Gegenbilder findet und richtig einsetzt.

Dasselbe gilt auch für Menschen, die eher auditiv oder kinästhetisch veranlagt sind. Wer besonders viel mit sich selbst redet – egal ob nur in Gedanken oder auch laut –, dessen Ängste werden oft auditiv getriggert.

Und bei wem die Angst vorrangig durch körperliche Symptome wie Kribbeln, Druckgefühle, Hitzewallungen oder Schwindel verursacht wird, der ist tendenziell eher ein kinästhetischer Typ. Für all diese unterschiedlichen Angst-Auslöser finden Sie in den 52 Folgen des Online-Videokurses eine detaillierte Anleitung, mit der sich Angst-Impulse aller Art schnell und erstaunlich einfach auflösen lassen.

Ich empfehle diese Form der Selbsthilfe inzwischen all meinen Klienten. Günstiger und vor allem auch schneller lässt sich die Angst vor der Angst kaum überwinden. Alles, was Sie benötigen, ist ein paar Stunden Zeit und einen Internetzugang.

In meinem Fall dauerte es 2 Tage, bis ich mit Hilfe der Videos in der Lage war, meine Angst-Impulse sicher zu erkennen. Ein paar Tage später wusste ich dann, welche Angst-Stopp-Techniken ich wann anwenden musste, um die Erwartungsangst zuverlässig zu stoppen. Meine Panikattacken wurden dann von Woche zu Woche weniger, bis sie nach drei Monaten ganz ausblieben. Und genau so ein schnelles und vor allem auch nachhaltiges Ergebnis wünsche ich Ihnen ebenfalls!

Visualisierung eines menschlichen Gehirns mit leuchtenden Synapsen zur Erklärung, wie man Neuroplastizitaet gegen Angst und Panik einsetzen kann

Technik 2: Das Gehirn neu vernetzen – mit der 10-Satz-Methode

Gelegentlich weiß man genau, warum es zu einer Panikattacke kam. Viel Stress und dann noch eine schlechte Nachricht on top – und schon zieht die Psyche die Reißleine. Oder man war auf einer Party und hat mal eine von diesen komischen Pillen probiert, die heimlich herumgereicht wurden. Meist keine gute Idee.

Viel öfter kommen Panikattacken jedoch aus heiterem Himmel und scheinbar ohne ersichtlichen Grund. Ich sage scheinbar, weil ich nach all den Jahren, die ich nun schon mit der Bernhardt-Methode arbeite, mit Sicherheit weiß, dass nicht nur Panikattacken, sondern Angststörungen generell überwiegend von langer Hand vorbereitet werden.

Die Art, wie wir über uns und die Welt nachdenken, vernetzt unser Gehirn auf eine einzigartige Weise. Man nennt das Neuroplastizität – und genau die lässt sich auch nutzen, um angstauslösende Vernetzungen wieder rückgängig zu machen.

Mit der 10-Satz-Methode die Neuroplastizität zu seinem Vorteil nutzen

Alles, was wir wiederholt denken, formt unsere grauen Zellen zu regelrechten Datenautobahnen, auf denen brav noch mehr ähnliches Gedankengut geliefert wird.

Wo Autobahnen bebaut werden, muss jedoch zuvor planiert werden. Im Gehirn bedeutet das: Dinge, die wir selten bis nie denken, werden dabei regelrecht plattgemacht, bis sie uns gar nicht mehr in den Sinn kommen. Blöd nur, wenn genau diese Gedanken ursprünglich für Leichtigkeit und Lebensfreude zuständig waren.

Und genau hier kommt die 10-Satz-Methode ins Spiel. Bei diesem Kernstück der Bernhardt-Methode wurden neueste Erkenntnisse der Hirnforschung mit bewährten Techniken unterschiedlicher Therapieschulen kombiniert. Ziel war es, ein auf Angst trainiertes Gehirn so schnell und sanft wie möglich wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Was dabei genau im Gehirn passiert, lassen Sie sich am besten von Klaus Bernhardt persönlich in einem GATIS-VIDEO erklären. Es handelt sich dabei um die 1. Folge des bereits erwähnten Videokurses. Nachdem ich dieses 15-Minuten-Video zum ersten Mal gesehen hatte, wusste ich drei Dinge ganz genau:

  1. Panikattacken und Angststörungen sind kein Schicksal, mit dem man sich abfinden muss.
  2. Nur weil bestimmte Therapieverfahren fast überall angeboten werden, heißt das noch lange nicht, dass sie auch besonders gut wirken.
  3. Es gibt neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung, mit deren Hilfe man sowohl die Angst vor der Angst als auch Panikattacken dauerhaft hinter sich lassen kann.

Also fischen Sie nicht länger im Trüben. Über 17.300 ehemalige Angstpatienten haben es mit der Bernhardt-Methode bereits nachweislich geschafft, ihre Angststörung zu überwinden. Und Sie können das auch. Sobald Sie Ihre persönlichen Angst-Impulse entschlüsselt und die passenden Gegenmaßnahmen eingeleitet haben, ist es oft nur noch eine Frage weniger Wochen, bis das Leben wieder richtig schön ist.

Und sollten Sie wider Erwarten an einer Stelle nicht weiterkommen, bin ich gerne auch persönlich für Sie da. Sie erreichen mich sowohl in meiner Praxis in Zürich als auch online.

Herzlichst
Ihre Anna Wiest

Disclaimer / Haftungsausschluss

Dieser Artikel soll Sie umfassend informieren und Ihnen neue Perspektiven eröffnen. Er ergänzt, aber ersetzt nicht die individuelle Diagnose oder Behandlung durch medizinisches Fachpersonal. Bei gesundheitlichen Fragen: Holen Sie sich professionelle Hilfe – und nutzen Sie unsere Tipps als kraftvolle Unterstützung.