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„Was tun bei Angst vor Corona“

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Was tun bei Corona-Panik?

In den letzten 14 Tagen haben mich unglaublich viele Nachrichten von ehemaligen Patienten, treuen Podcast-Fans und natürlich auch den Lesern meiner Bücher erreicht, die allesamt mehr oder weniger die gleiche Frage stellen. Eine dieser Nachrichten möchte ich Ihnen kurz vorlesen. Nadine schreibt mir:

Lieber Herr Bernhardt,
jetzt, wo ich mich endlich mit Hilfe der 10-Satz-Methode erfolgreich von Angst und Panik befreit habe, wie schaffe ich es da, vor allem in Zeiten der Corona-Krise, mich nicht erneut von den Ängsten anstecken zu lassen, die sich in der Bevölkerung mehr und mehr breit machen?

Liebe Nadine, liebe Leserinnen und Leser. Die Methoden, mit denen Sie sich jetzt am effektivsten schützen können, sind exakt dieselben, die schon so vielen von Ihnen geholfen haben: Die 10-Satz-Methode, kombiniert mit der 5-Kanal-Technik sowie die verschiedenen Musterunterbrecher bei Angst, sobald Sie einen angstvollen Gendanken bei sich wahrnehmen. Fakt ist: Mit 10-Satz-Technik erhöhen Sie nicht nur Ihren Chancenintelligenz, Sie stärken auch gleichzeitig Ihr Immunsystem. Mit den Musterunterbrechern verhindern Sie, dass völlig einseitige und aus dem Kontext gerissene Informationen sich in Ihrem Gehirn verselbstständigen und dort eine schädliche Eigendynamik entwickeln.

Angst vor Corona schwächt das Immunsystem

Ich will die Corona-Krise nicht verharmlosen. Natürlich macht es Sinn, sich aktuell etwas mit seinen Sozialkontakten etwas zurückzuhalten. Und auch sich etwas öfter und gründlicher die Hände zu waschen ist ein wirklich guter Rat. Es sei denn, Sie leiden ohnehin schon unter einem krankhaften Waschzwang, aber das ist ein anderes Thema. Doch macht es auch Sinn, fünfmal so oft wie sonst die Nachrichten zu verfolgen? Definitiv nicht! Denn damit trainieren Sie Ihre Problem-Intelligenz, und zwar auf Kosten Ihrer Chancen-Intelligenz, die Sie gerade jetzt besonders dringend benötigen. Zudem überfluten sie sowohl Gehirn und Körper mit Stress auslösenden Neurotransmittern und die schwächen auf Dauer Ihr Immunsystem.

Was meine ich mit Problem-Intelligenz bzw. Chancen-Intelligenz. Wer meine beiden Bücher kennt, der weiß, dass die Arbeit in unserem Institut unmittelbar auf den neusten Erkenntnissen der Hirnforschung basiert. Hier geht es also nicht um irgendwelche esoterischen Weisheiten, sondern um faktenbasierte Handlungsanweisungen, mit denen Sie wieder die Kontrolle über Ihre Gedanken und somit auch über Ihre Ängste zurückbekommen. Wir wissen heute mit absoluter Sicherheit, dass Zweckpessimismus, also das Nachdenken darüber, was im schlimmsten Fall alles passieren könnte, Sie NICHT vor schlimmen Erfahrungen, Enttäuschungen oder Ängsten bewahrt. Ganz im Gegenteil: Wer die Kapazitäten seines Gehirns in erster Linie dafür nutzt, um auf mögliche Probleme und Gefahren besser vorbereitet zu sein, der erlebt auch nachweislich MEHR Schlimmes, ist anfälliger für psychische Krankheiten und schwächt in erheblichem Maße sein Immunsystem. Zweckpessimisten haben eine ausgeprägte Problem-Intelligenz, nur leider schadet Ihnen diese Kompetenz in aller Regel mehr, als dass sie hilft.

Warum der Fokus und Probleme mehr Probleme verursacht

Unser Lebensgefühl, oder um es etwas wissenschaftlicher auszudrücken, der komplexe Cocktail an Neurotransmittern, der unser Gehirn und unseren Körper durchflutet und somit auch unsere Gefühle maßgeblich beeinflusst, wird durch das gesteuert, was wir bewusst aber auch unterbewusst wahrnehmen. Beiden Formen der Wahrnehmung werden durch unseren Fokus gesteuert. Also dadurch, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, und zwar in jeder einzelnen Sekunde unseres Lebens. Was vielen dabei nicht klar ist: Fokus ist ein antrainiertes Verhalten. Dieses Verhalten lässt sich jedoch mit ein klein wenig Übung in erheblichem Umfang verändern, und zwar zu Ihrem Vorteil.

Richten wir unseren Fokus nur auf Probleme und Gefahren, herrscht in unserem Körper ein Überschuss an Neurotransmittern, die für Herzrasen, Magenkrämpfe, Schwindelattacken, und vieles mehr sorgen und auf Dauer auch unsere natürliche Immunabwehr immer mehr schwächen. Trainieren wir hingegen Tag für Tag den Fokus auf Lösungen und Chancen, und malen wir uns mental Leben aus, wie es sein wird, sobald wir unsere Chancen erkennen und konsequent nützen, dann trainieren wir unsere Chancen-Intelligenz. Die wohl effektivste Möglichkeit sein Gehirn weg von der Problem-intelligenz und hin zur Chancenintelligenz zu trainieren, ist derzeit die 10-Satz-Methode, die den Lesern meines ersten Buches „Panikattacken und andere Angststörungen loswerden“ ja bestens vertraut sein dürfte.

Probleme zu wälzen oder Chancen zu entdecken ist für das Gehirn gleich viel Arbeit

Rein vom Energieaufwand ist es für unser Gehirn übrigens das Gleiche, ob wir unsere Problem-Intelligenz oder unsere Chancenintelligenz konsequent weiterentwickeln. Das Ergebnis hingegen könnte unterschiedlicher kaum sein. Problemintelligente Menschen werden früher oder später zu Angstpatienten, entwickeln einen Burnout oder werden im schlimmsten Fall sogar depressiv.
Chancenintelligente Menschen werden hingegen immer zufriedener, leben in besseren Beziehungen, arbeiten in Berufen, in denen es ihnen wirklich gut geht und sind auch sonst besser geschützt von den Herausforderungen, die das Leben nun mal so mit sich bringt.

Covid-19 ist so eine Herausforderung: Doch wer entscheidet eigentlich, ob es die größte Krise alles Zeiten wird oder ob einigen von uns gerade nur unerwartet viel Zeit für längst überfällige Veränderungen haben? Eines steht auf jeden Fall schon fest. Alle die, die jetzt in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen arbeiten, bekommen endlich die Anerkennung, die schon längst überfällig war. Und über eine Erhöhung der Tariflöhne in diesen Berufen oder ein Ende der unsäglichen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen, werden wir nach dieser Krise auch nicht mehr diskutieren müssen. Kein Politiker, der auch nur einen Tag länger an der Macht bleiben möchte, wird sich diesen Forderungen weiter widersetzen können.

Zweckpessimismus macht krank

Zweckpessimisten haben Ihren Fokus darauf trainiert, mögliche Gefahren schnell und umfassend wahrzunehmen. Je besser Sie diese Fähigkeit beherrschen, umso schlechter sind sie jedoch gleichzeitig darin, Lösungen und Wege zu erkennen, mit denen sich Ihr Leben deutlich verbessern ließe.
Lassen Sie mich das anhand eines Beispiels erklären. Wer auf Grund der Korona-Krise gerade zu Hause festsitzt und sich Sorgen macht, dass er bald kein Geld mehr für Miete und Essen hat, der hat seinen Fokus voll und ganz auf das Negative gerichtet, das ja tatsächlich auch vorhanden ist. Ein so fokussiertes Gehirn wird aber gleichzeitig all das Positive ausblenden, das ebenfalls vorhanden ist. Zum Beispiel die freie Zeit, die man jetzt zur Verfügung hat, um all die Dinge zu tun, die schon viel zu lange zu kurz gekommen sind. Wie viele Selbstständige haben sich schon vor Monaten oder gar Jahren vorgenommen, endlich mal die eigene Webseite mal wieder auf Vordermann zu bringen oder überhaupt mal eine zu erstellen? Weil die Konkurrenz mit den gut gepflegten Webseiten mehr und mehr Kundschaft abgräbt und es immer schwieriger wird, in Zeiten von online-Marketing seine Kunden zu erreichen, wenn man selbst online nicht auffindbar ist.

Übrigens heißt online auffindbar zu sein nicht: „Ich erscheine bei Google auf Seite 1, wenn ich meinen Namen google.“ Neue Kunden kennen Ihren Namen nicht und suchen stattdessen nach der Dienstleistung, die Sie anbieten. Also z.B. Klempner oder Hundeausführservice. Nur wer unter diesen Suchbegriffen auf Seite 1 bei Google erscheint ist online sichtbar und wird sich auch in aller Regel vor Aufträgen kaum retten können.

Viele denken zudem immer noch, Sie bräuchten einen Experten wie z.B. einen Webmaster, der diese Arbeit für sie erledigt. Doch der ist in Zeiten, in denen das Geld ohnehin knapp ist, für viele zu teuer. Jemand, der hingegen bereits eine Zeitlang seine Chancen-Intelligenz trainiert hat, der schon mehr Optimist als Zweckpessimist ist, der hätte sich diesbezüglich informiert. Dabei hätte er vermutlich festgestellt, dass sich hier hat sich in den vergangenen Jahren so einiges getan hat. Heute können selbst Menschen, die vom Programmieren überhaupt keine Ahnung haben, binnen ein oder zwei Tagen eine tolle Webseite erstellen. Und das für weniger Geld, als so manche aktuell für Klopapier ausgeben. Googlen Sie doch einfach mal nach „Webseite selbst erstellen“ und Sie werden erstaunt feststellen, wie viele tolle und einfache Tools es hier mittlerweile gibt. Das ist allemal besser, als sich Tag für Tag einzureden, dass wir bald alle von Corona oder einem Wirtschafts-Crash dahingerafft werden. Wer jetzt den aufgezwungenen Urlaub jeden Tag nur ein oder zwei Stunden dazu nutzt, hier wieder wettbewerbsfähig zu werden, der wird dafür nach der Krise doppelt und dreifach belohnt werden und die entstandenen Verluste schnell wieder ausgleichen können.

Eine historische Chance für alle Angestellten

Und was ist mit den Angestellten? Insolvenzen gab es auch schon vor der Corona-Krise. Denken Sie nur an die Pleite der Schlecker-Drogeriemärkte. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit auch der Bedarf an Hygieneartikeln weniger geworden wäre. Wo Schleckermärkte verschwunden sind, entstanden neue Läden von Rossmann und DM und somit auch neue Arbeitsplätze, oft sogar zu besseren Konditionen, als denen, die es vormals bei Schlecker gab.
Wer gerade im Zwangsurlaub sitzt, sollte nicht verzweifeln, sondern stattdessen die Zeit nutzen und mal eine ehrliche Bilanz ziehen. Wer von Ihnen hätte noch vor wenigen Wochen im Brustton der Überzeugung sagen können: „Ich liebe meinen Job und ich würde damit sogar weitermachen, wenn ich 10 Mio. im Lotto gewonnen hätte. Diese Arbeit bereitet mir so viel Freude oder verschafft mir so viel Anerkennung, dass ich darauf auf keinen Fall verzichten möchte?“ Falls Sie zu diesen Menschen gehören, brauchen sich auch jetzt definitiv keine Sorgen machen. Sie sind genau im richtigen Job und darin vermutlich so brillant (weil sie ihn ja wirklich lieben), dass man nach der Krise unter keinen Umständen auf Sie verzichten möchte und deshalb schon jetzt alles menschenmögliche unternehmen wird, um Sie als Mitarbeiter gut durch die Krise zu bringen und zu halten.

Alle anderen hingegen haben jetzt die einmalige Gelegenheit, Ihre Karten neu zu mischen. Viel zu viele verschwenden Ihre Lebenszeit mit einem Beruf, der nicht mal ansatzweise etwas mit Berufung zu tun hat. Womöglich haben Sie noch nie darüber nachgedackt, aber in nichts investieren wir mehr unserer kostbaren Lebenszeit, als in die Arbeit, der wir tagtäglich nachgehen. Wer nur des Geldes wegen arbeiten und jeden Abend fertig und frustriert nach Hause kommt, der vergiftet damit auch zwangsläufig den Rest seines Lebens. Wer hingegen nach getaner Arbeit glücklich und zufrieden nach Hause kommt, der trägt auch diese Energie in sein Privatleben und wird entsprechend zu anderen Ergebnissen kommen.

Kluge Fragen führen zu erstaunlichen Einsichten

Fragen Sie sich deshalb genau jetzt: Welche Kenntnisse haben mir womöglich bisher gefehlt, um mich um einen neuen, besseren Job zu bewerben. Vielleicht ist es eine Fremdsprache, die Bedienung bestimmter Softwareprogramme oder das Beherrschen von sogenannten Memotechniken, damit Sie sich künftig viel leichter und schneller Dinge merken können. Sie glauben gar nicht, wie schnell man heutzutage neue Kompetenzen erlernen kann. Mittlerweile gibt es für fast alles kostengünstige Videokurse, dank derer Sie für ein paar Euro all das lernen können, wofür man vor ein paar Jahren noch teure Schulungen bezahlen musste. Sehen Sie die Corona-Krise nicht nur als Problem, sondern auch als einmalige Gelegenheit um neue Dinge zu lernen, die Ihre Chancen im Leben deutlich verbessern. Wann wenn nicht jetzt, wo Sie zu Hause sitzen und Ihnen sprichwörtlich die Decke auf den Kopf fällt. Werfen Sie doch wenigstens mal einen Blick auf das Angebote, die es z.B. auf udemy.com gibt. Sie werden erstaunt sein, was man alles von zu Hause aus lernen kann und wie günstig und gut die einzelnen Videokurse oft sind.

Der beste Schutz, um die Krise sowohl gesundheitlich als auch finanziell gut zu überstehen, ist es, seine Chancen-Intelligenz zu trainieren und die Zeit, die uns durch Ausgangsverbote und Kurzarbeit zur Verfügung steht, so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Vielleicht verlieren Sie im Moment Geld (das wäre der Problemfokus), ganz bestimmt gewinnen Sie aber auch etwas mehr Zeit. Wie Sie diese Zeit investieren, wird einen ganz erheblichen Einfluss darauf haben, wie schnell Sie nach der Krise wieder auf die Beine kommen und ob Sie in einem Jahr rückblickend sagen können: „Für mich war die Krise, so schlimm sie war, aber auch eine große Bereicherung.“ Das wird Ihnen aber definitiv nur gelingen, wenn Sie Ihren Chancen-Intelligenz stärker trainieren, als Ihre Problem-Intelligenz.

Sonderaktion für Ihre psychische Gesundheit

Für April 2020 haben wir auf Grund der großen Nachfrage ein Sonderkontingent von 80 Therapiesitzungen (á 45 Minuten) geschaffen. In Anbetracht der schwierigen finanziellen Lage, in der sich aktuell viele befinden, bieten wir unsere Hilfe zudem zu deutlich reduzierten Konditionen an. Für weitere Infos und Termin-Buchungen erreichen Sie uns telefonisch unter folgender Nummer: 030 88 717 631