Ein Leben schaffen, das man leben will

Interview mit Therapeutin Birgit Fehst …

Die Hypnosetherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie Birgit Fehst M.A. unterstützt seit Mai 2017 das Praxis-Team rund um Klaus Bernhardt; ihre Schwerpunkte liegen auf der erfolgreichen Behandlung von Ängsten, Depressionen und Beziehungsproblemen. Im Interview spricht sie mit uns über die Vorteile der Bernhardt-Methode im Kampf gegen Angst- und Panikattacken – und erklärt, unter welchen Voraussetzungen die Heilungschancen am günstigsten sind.

Frau Fehst, seit mehr als einem Jahr arbeiten Sie nun im Praxisteam von Klaus Bernhardt. Welcher Weg führte Sie zur Behandlung von Angst- und Panikattacken?

Bevor ich zum Team stieß, führte ich selbst eine erfolgreiche Hypnosepraxis. Dort hatte ich bereits oft mit Angst und Panik zu tun, da das Thema auch dort eine der Hauptanwendungsgebiete ist. Der Weg dorthin wiederum ergab sich aus meiner Ausbildung:

1996 schloss ich das Studium zum Magister artium (M.A.) in Psychologie, Englisch und Französisch ab. Bereits seit dem Jahr 1998 absolvierte ich jedes Jahr kontinuierliche Aus- und Weiterbildungen auf dem Gebiet der Therapie, Persönlichkeitsentwicklung und Coaching (national und international). Mein Ziel war es stets, Menschen dabei zu helfen, ihr Leben so zu leben, wie sie es sich wünschen.

Von Anfang an verfolgten Sie also ein ganz klares Ziel. Welche beruflichen Stationen haben dabei Ihren Werdegang geprägt?

Zunächst arbeitete ich als Journalistin und Moderatorin mit Schwerpunkt Medizin und Trainerin für Persönlichkeitsentwicklung und BurnOut-Prävention/-Behandlung. 2007 folgte die Ausbildung zur staatlich geprüften Heilpraktikerin für Psychotherapie; parallel dazu nahm ich die Tätigkeit als Therapeutin und Coach für Paare und Einzelpersonen in meiner eigenen Praxis in Berlin-Charlottenburg auf.

Mit welchen Therapieformen haben Sie in Ihrer Praxis gearbeitet – und wie bewerten Sie die Therapieerfolge im Vergleich zur Bernhardt-Methode?

In der Einzeltherapie habe ich viel mit Hypnose, NLP und EMDR [NLP = Neuro-Linguistisches Programmieren; EMDR = Eye Movement Desensitization and Reprocessing, dt. „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung“; Anm. d. Red.] gearbeitet.

Auch mit diesen Methoden kann man sehr gute Erfolge erreichen. Sie haben nur einen Nachteil: Die Arbeit findet in der Praxis statt und die Klienten arbeiten nicht kontinuierlich selbstständig weiter. Diese kontinuierliche Arbeit wird zwar angeregt, ist aber nicht integraler Bestandteil der Therapie wie bei der Bernhardt-Methode.

Welche Erkenntnis haben Sie aus Ihrer Praxiserfahrung heraus über die häufigsten Arten und die Entstehung von Angst- und Panikerkrankungen gezogen?

Oftmals kommen Klienten zu uns, deren Ängste sich bereits generalisiert haben, d.h. aus ganz spezifischen Ängsten wurden Ängste vor Dingen, die vorher gar nicht angstbesetzt waren und für die es oberflächlich betrachtet auch keine Erklärung gibt. Das Gehirn ist dann bereits so sehr in Richtung Angst vernetzt, dass diese Art zu Denken und zu Fühlen zur Routine geworden ist.

Gibt es dabei Zusammenhänge zwischen bestimmten Ängsten und/oder „typische“ Verlaufsmuster bei deren Entstehung?

Ja, es gibt erst einmal verschiedene „Grundvoraussetzungen“, um eine Angststörung zu entwickeln, dazu gehören

  • Persönlichkeitsstrukturen,
  • unbewusste Motivationsstrategien,
  • Glaubenssätze

und einiges mehr. Ein Beispiel: Egoisten laufen keine große Gefahr, darunter zu leiden. Und dann kommt noch die individuelle Geschichte dazu – und der Verlauf wird erklärbar und nachvollziehbar.

Was hat Sie letztlich dazu bewogen, mit der Bernhardt-Methode zu arbeiten?

Ein befreundeter Psychoanalytiker meinte einmal zu mir, er arbeite jetzt seit (mehr als) einem kompletten Jahr täglich 2 Stunden mit einem Angstpatienten und er fange langsam an, sich zu stabilisieren.

Aus meinen Erfahrungen mit modernen Methoden wusste ich aber bereits, dass niemand so lange unter Ängsten und anderen negativen Gefühlen leiden muss und es schnell wirkende Methoden gibt. Die Bernhardt-Methode ist so eine; sie sorgt zusätzlich auch noch dafür, dass man sich das Leben erschafft, das man leben will, und das ist großartig und einzigartig.

Worin liegt Ihrer Meinung nach der signifikante Unterschied zu anderen Therapieansätzen, was den Behandlungserfolg betrifft?

Hier ist sehr viel Selbstverantwortung auf Seiten des Patienten gefragt. Er hat es mit etwas Anleitung selber in der Hand, wie schnell es ihm besser geht. Das gibt ihm die Kontrolle zurück und nimmt das Gefühl der Hilflosigkeit.

Und welche häufigen Probleme von Patienten verhindern in der Regel einen dauerhaften Therapieerfolg?

Ein zu geringes Durchhaltevermögen. Viele werden nachlässig, wenn es ihnen wieder besser geht. Hier geht es aber tatsächlich um eine langfristige Arbeit am eigenen Leben.

Stichwort „Durchhaltevermögen“: Wie motivieren Sie Ihre Patienten zur kontinuierlichen Arbeit mit der 10-Satz-Methode?

Erst einmal zeige ich ihnen verschiedene Arten und Weisen, wie sie damit arbeiten können, wenn es ihnen schwer fällt, sich so lange fokussiert zu konzentrieren. Und dann erkläre ich wissenschaftlich und für jeden verständlich, was bei den Sätzen passiert. Und wenn das nicht motiviert, dann muss man noch einmal ganz woanders ansetzen.

Die Patienten müssen also aktiv mitarbeiten. Welchen Tipp geben Sie ihnen in der ersten Sitzung regelmäßig mit auf den Weg?

Üben, üben, üben. Wenn es sein muss, den ganzen Tag lang. Verschiedene Tools ausprobieren, dran bleiben. Dann wird es auch funktionieren mit dem Leben ohne Angst und Panik!

2018-11-16T15:49:05+00:00
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